Die Zürcher Hochschule der Künste will den Studiengang Transdisziplinarität abschaffen. Dagegen regt sich Widerstand: Studierende haben eine Petition gestartet. Derweil rudert die Rektorin zurück.
Die Zürcher Hochschule der Künste muss sparen – und das bekommen auch die Studierenden zu spüren. Ihr Protest fügt sich in eine längere Geschichte der Kritik ein.
Nicht jedes Schulkind in Zürich hat die gleichen Chancen auf Bildung. Doch statt konkrete Lösungen zu diskutieren, kauen die Medien wissenschaftliche Erkenntnisse wieder. Ein Gastkommentar von Erziehungswissenschaftlerin Arbnora Aliu.
Laut bürgerlichen Politiker:innen ist das integrative Schulsystem in Zürich gescheitert. Am Donnerstag reichen sie eine kantonale Volksinitiative ein, welche die Wiedereinführung von Förderklassen fordert.
Die Schweizer Demokratie ist einzigartig und lebendig, aber nicht alle dürfen mitreden: Ausländer:innen, Menschen mit Behinderung, Minderjährige. Welche Folgen das für unser System haben kann, weiss der Demokratie-Aktivist Daniel Graf. Eine Bestandsaufnahme anlässlich der Wahlen.
Fünf ehemalige ETH-Wissenschaftlerinnen erheben Vorwürfe gegen einen Professor. Er soll sie sexuell belästigt, seine Macht missbraucht und sich immer wieder rassistisch geäussert haben. Darüber Bescheid gewusst haben viele – auch die Verantwortlichen.
Fünf ehemalige Mitarbeiterinnen werfen einem ETH-Professor Sexismus und Machtmissbrauch vor. Wollen wir Frauen in der Forschung halten, müssen wir aufhören, Vorfälle zu bagatellisieren, und Hochschulen müssen ihre Verantwortung über ihren Ruf stellen. Ein Kommentar von Lara Blatter.
Ein Algorithmus für die Schulzuteilung? Was Klassen gerechter machen würde, löst vielerorts dubiose Ängste aus. Auch in der Zürcher Gemeinde Uster, wo sich die zuständige Schuldirektorin entschieden hat, es trotzdem zu tun.
Verbringen Kinder und Jugendliche mehr Zeit in der Schule, kann das ihre Bildungschancen erhöhen. Damit wirbt die Stadt Zürich für die Tagesschule. Doch nicht alle Lehrpersonen und Eltern sprechen sich für das neue Modell aus: Zu gross ist die Befürchtung, dass die Qualität der Volksschule unter den neuen Bedingungen leidet. Weshalb die Bildungsforscherin Patricia Schuler Braunschweig trotzdem an der Reform festhält.
Zürich stimmt im September über die flächendeckende Einführung der Tagesschule ab. Unter anderem sollen dadurch die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche erhöht werden. Ob die Tagesschule dieses Ziel erreichen kann, ist unklar, denn die Studienlage dazu ist dünn. Expert:innen aber treffen Annahmen.
Die 12-jährige Valeria* ist in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Trotzdem hat sie kein Aufenthaltsrecht, denn ihre Familie lebt irregulär hier – sie sind Sans-Papiers. Ein ganz normales Mädchen über seine Ängste, Notlügen und den Traum von einer Reise in die USA.
Nur wenige Sans-Papiers in der Schweiz machen nach der Schule eine Ausbildung. Die SP-Nationalrätin Céline Widmer setzt sich dafür ein, dass sich das ändert. Mit Erfolg: Eine entsprechende Motion ist erst vergangene Woche von der Staatspolitischen Kommission verabschiedet worden. Warum das gerade für junge Menschen ohne geregelten Aufenthaltsstatus wichtig ist, die «Züri City Card» dieses Problem aber nicht lösen kann.
In der Schweiz leben schätzungsweise 100’000 Personen ohne geregelten Aufenthaltsstatus. Ihre rechtliche Lage ist oft sehr unübersichtlich und widersprüchlich. Für Kinder und Jugendliche ist die Situation gar noch prekärer, so Expert:innen.
Auch Lehrende müssen Lernen: Schon am Flughafen und auf dem Weg zu einer Bildungsreise in die Vereinigten Staaten, nimmt sich Rahel Tschopp, Leiterin des Zentrums für Medienbildung und Informatik an der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH), Zeit für ein Gespräch. Es geht um die Zukunft des Lernens, den richtigen Umgang mit Tablets und Smartphones im Unterricht und die Frage, ob man für Medienbildung zu alt sein kann.
124 vorgeschlagene Workshops, über 60 freiwillige Helfer*innen, 400 Teilnehmer*innen und 56 durchgeführte Kurse: Das war das Openki-Workshopfestival vom vergangenen Wochenende. Wir waren mit dabei und haben Gemüse fermentiert sowie Blumen-Guerillero Maurice Maggi auf einen Stadtspaziergang begleitet.
Homeschooling polarisiert. Während Kritiker*innen eine Segregation der Gesellschaft befürchten, schwärmen Befürworter*innen von den Vorzügen der alternativen Bildungsform. Die Wissenschaft hat indessen eine klare Meinung dazu. Ein Gespräch mit Unterrichtsforscher Stefan Schönenberger.
Heute trennen wir scharf zwischen Hobby, persönlicher Entwicklung und dem beruflichen Werdegang. Gedacht war lebenslanges Lernen einst als gesellschaftliches Projekt auf allen Ebenen.
Im Zuge des Pilotprojekts Tagesschule 2025 werden in der Stadt Zürich alle Schulen in Tagesschulen umgewandelt. Anlässlich unseres Schwerpunktthemas «Bildung» berichten wir über den aktuellen Stand, die Abmeldequote an den einzelnen Schulen, die Forderungen einer Eltern-Initiative und geben Einblick in den Alltag einer Tagesschule im Kreis 5.
Am 28. Februar findet im Rahmen des Fokus Bildung unser Fuckup-Abend statt. Geschichten rund ums Scheitern werden auf der Helsinki Bühne ihren Platz bekommen. Bildungssoziologe Christoph Zangger wird ebenfalls einige Worte zum Scheitern sagen. Im Gespräch erklärt er, warum ein Mensch scheitert und warum dieser Mensch oft nicht Schuld daran sei.
Die Rolle der Lehrperson verschiebt sich vom Wissensvortrager*in und Kontrolleur*in zu Enabler, zum Coach, zur Lernbegleiterin. Wer steuert aber jetzt? Wer gestaltet den gemeinsamen Lernraum? Wer schaut genau hin, ob und wenn ja welche neuen Fähigkeiten, Kompetenzen entstehen? Steuern und «prüfen» müssen neu gedacht werden. Dazu helfen ein Dreieck und ein Tetraeder. Und einige neue Ideen.
Tiefgreifende nachhaltige gesellschaftliche Veränderungen brauchen transformative Bildungsansätze. «Bei sich beginnen aber nicht bei sich enden.» Wir wollen alle etwas zum Besseren verändern.
Thomas Järmann von der ZHAW spricht über Ingenieure*innen und die Entwicklungen des Berufsbildes entlang der Digitalisierung. Aber auch über den Frauenmangel im Beruf, den Klimawandel und über Kampfroboter - die dunkle Seite der Technik.
Am 28. Februar findet im Rahmen des Fokus Bildung unser Fuckup-Abend statt. Im Zentrum stehen dabei Geschichten rund ums Scheitern in der Bildung. Was bedeutet es in unserer Leistungsgesellschaft zu Scheitern und warum ist es so schwierig Menschen zu finden, die darüber sprechen wollen?