Die Ständeratskandidatin Tiana Angelina Moser gehört zu den Gründungsmitgliedern der Grünliberalen. Ökologische Themen sind ihr wichtig, aber sie sei nicht so staatsgläubig wie viele Grüne, sagt sie.
Eine bunte Auswahl verschiedener Eissorten, zwei Banner der SVP und hinter einer Glasscheibe Gregor Rutz als Eisverkäufer – so einfach geht Wahlkampf. Seit 17 Jahren ist die Zürcher SVP nicht mehr im Ständerat vertreten. Doch in diesem Jahr stehen die Chancen für Gregor Rutz gut.
Sie ist stets gut vorbereitet, gibt sich kompromissbereit und behält die Interessen der Wirtschaft im Fokus: Die Nationalrätin Regine Sauter ist FDP-Politikerin durch und durch. Würde sie im Oktober in den Ständerat gewählt, könnte sie noch mehr auf der Sachebene diskutieren – starke Emotionen behält sie lieber für sich.
Daniel Jositsch ist quasi gesetzt. Als bisheriger Ständerat stehen seine Chancen zur Wiederwahl gut, als möglicher Nachfolger auf den freiwerdenden Sitz von Bundesrat Alain Berset mässig. Doch Bundesratswahlen seien so unberechenbar wie Papstwahlen, sagt der Sozialdemokrat.
Als einziger unter den Ständerats-Kandidat:innen der grossen Parteien hat Daniel Leupi kein Mandat im Nationalrat. Er will von der kommunalen Ebene aus den Sprung in die kleine Kammer schaffen. In Zürich hat er sich vom Verbandspolitiker in Velo-Angelegenheiten zum Fraktionsvorsitzenden der Grünen und später zum Stadtrat hochgearbeitet.
Der Ständeratskandidat Philipp Kutter (Mitte) führt seinen Wahlkampf von der Rehaklinik aus. Doch er hofft, dass man ihn nicht nur als Mann im Rollstuhl sehe. Er hält die Schweiz aktuell für reformunfähig und findet klare Worte zum Ukrainekrieg. Gelingt ihm im Oktober die Sensation?