Eine Autorin ruft im Tages-Anzeiger albanisch sprechende Frauen dazu auf, sich gegen Unterdrückung zu wehren. Was sie dabei unterschlägt: Das Problem hat nichts mit Nationalitäten oder Kulturen zu tun. Ein Gastkommentar von Arbnora Aliu.
Nicht jedes Schulkind in Zürich hat die gleichen Chancen auf Bildung. Doch statt konkrete Lösungen zu diskutieren, kauen die Medien wissenschaftliche Erkenntnisse wieder. Ein Gastkommentar von Erziehungswissenschaftlerin Arbnora Aliu.
Als pflegende Angehörige einer Person mit Behinderung erlebt unsere Kolumnistin Arbnora Aliu immer wieder, wie Inklusion in unserer Gesellschaft fehlt. Noch prekärer werde es, wenn neben einer Beeinträchtigung auch noch die Migrationsgeschichte eine Rolle spiele.
Wie viele Menschen mit Migrationsgeschichte wuchs auch Arbnora Aliu mit zwei Heimatorten auf. Das habe eine schöne, aber auch eine traurige Seite. Wie schmerzhaft es sein kann, mit zwei Städten im Herzen zu leben, wurde unserer Kolumnistin aber erst bewusst, als sie erkannte, dass ihre Tochter das gleiche Schicksal teilt.
Unsere Schulzeit prägt unser späteres Leben gleich auf mehreren Ebenen. Umso wichtiger sei es, dass alle gerechte Chancen haben, findet Arbnora Aliu. Ihre erste Kolumne widmet sie deshalb dem Thema Integration – und warum diese unter den jetzigen Umständen im Schweizer Bildungssystem nicht gelingen kann.