An den meisten Tagen im Jahr mag Redaktor Philipp Zürich. Jedoch hat er nicht immer nur gute Gefühle für die Stadt. Denn er hegt eine Art Hassliebe für seinen Wohnsitz. Und so sind die trivialen Kleinigkeiten Zürichs für ihn an manchen Tagen die reinste Tortur. Zürich ist scheisse, findet er – unter anderem besonders aus einer tugendhaften Perspektive.
In seiner Kolumne «Warum Zürich scheisse ist» lässt Redaktor Philipp kein gutes Haar an der Limmatstadt. Neben seiner Kritik am Zürcher Verständnis von Moral und der Verurteilung der Kommunikation in seiner Wahlheimat, ist ihm manchmal auch die Kultur der grössten Schweizer Stadt ein Dorn im Auge.
Wenn es nach Redaktor Philipp geht, schneidet Zürich in punkto Kommunikation nicht gerade gut ab. Seien es nun die nonverbale oder die mündliche Verständigung – irgendwie wird er zumindest in vielen Situationen des Alltags mit der Zürcher Sprache nicht wirklich warm. Grund genug, sich darüber zu empören, findet er.
Am vergangenen 1. August wurde in der Shedhalle der Roten Fabrik die wohl erste Rede eines trans Menschen zum Nationalfeiertag der Schweiz übertragen: Während Mo Brunold in Langnau am Albis die Probleme des Landes aufzeigt, fiebert die Rote Fabrik mit. Danach wurde im Clubraum getanzt. Ein wertvoller Kontakt, der neue Standards setzt und beweist, dass das Private auch politisch ist.
Die Clubs öffneten endlich wieder ihre Türen – jedoch nicht für alle. Unser Autor erzählt, wieso das Chaos bei der Ausstellung seines Impfzertifikates nicht das Einzige war, das ihm einen Strich durch die Rechnung machte.
Die Clubs dürfen wieder öffnen. Unser Redaktor hat in einer heissen Nacht im Juni bereits getanzt: Und zwar als eine Art Selbstexperiment an der wohl einzigen Tanzveranstaltung der Stadt, bei der die Besucher:innen bewusst auf Alkohol und Drogen verzichten. Seine Erfahrungen des «Ecstatic Dance»? Nicht nur positiv.
Es ist nicht lange her, da nannte man in Zürich Menschen mit dunkler Haut noch «Neger». Anhand diverser Quellen aus dieser Zeit lässt sich dokumentieren, wie in der Limmatstadt ein systemischer Rassismus gepflegt wurde. Dies belegt letztendlich auch, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit bis heute Teil der Schweizer Identität sind.
Lade deine Freund*innen auf Skype ein und schnapp dir ein Bier oder lass die Korken knallen! Zück deine Kreditkarte und unterstütze die Schweizer Kultur! Denn Tsüri-Redaktor Philipp Mikhail hat für dich eine kleine Auswahl von kulturellen Anlässen und Plattformen für Online-Events erstellt, die du gemütlich von zuhause aus besuchen kannst. Ob Film, Musik, Tanz, Theater, oder Perfomance – mit Tsüri.ch bist du auch in der Isolation nie alleine und bleibst dabei voll «underground».
Für den Musiker* und Künstler* «Neu Verboten» sind Männer in vielen Fällen der Ursprung des Unheils. Im Gespräch mit Redaktor Philipp Mikhail erklärt der Co-Gründer* und Co-Kurator* des Rhizom Festivals, warum er* pansexuell ist und wie er* den Schmerz der Welt als Inspirationsquelle für seine Projekte verwendet.
Unser Fokusmonat «Die Zukunft der Arbeit» ist bald vorüber. Zeit, sich zum Abschluss nochmals grundsätzliche Gedanken zur Diskrepanz zwischen Fortschritt und einer gleichberechtigten Gesellschaft zu machen.