De Chornlade zieht um. Ziesch mit?

Bio ist gut. Bio ist aber nicht immer gleich nachhaltig. Über diesen Trugschluss will der Chornlade, einer ältesten Bio-Läden in der Schweiz nun aufklären. Doch zuerst zieht er ins Zollhaus um.

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Dieser Standort ist bald Vergangenheit, der Chornlade im Gründungsjahr 1980 (Foto: Ursula Markus)

Wer über die Türschwelle des Chornlade beim Limmatplatz tritt, taucht ein in eine Welt voller Produkte, die mehr als nur satt machen. Wer hier einkauft, leistet einen Beitrag an eine gemeinschaftliche und faire Welt. Als der Chornlade 1978 von mehreren Frauen im Kreis 4 gegründet wurde, hiess er noch «Chörndlilade». Es gehörte zu einem der ersten Bio-Läden landesweit. Im Jahr 1982 wurde aus dem Laden eine Genossenschaft, die heute von über 300 Mitgliedern getragen wird.

Wer im Chornalden einkauft, geht einen Schritt weiter als Bio.

Elin Braun, Chornlade

Laut einer Studie von Bio-Suisse hat Nachhaltigkeit in der Schweiz in den letzten drei Jahren an Wichtigkeit zugelegt. «Grundsätzlich ist diese Entwicklung super», meint Elin, sie ist Projektleiterin für den Umzug ins Zollhaus. «Denn es deutet darauf hin, dass sich die Konsument*innen mit dem auseinandersetzt, was sie kaufen.» Wo also liegt der Haken? Leider bedeutet Bio nicht immer gleich nachhaltig, da Aspekte wie die Produktion und die Herstellerbedingungen den Begriff «Bio» nicht zwingend einschliessen. Wer also nachhaltig konsumieren will, sollte kritisch hinterfragen – oder im Chornlade einkaufen, wo seit jeher Produkte verkauft werden, die biologisch und fair hergestellt wurden.

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Projektleiterin für den Umzug ins Zollhaus: Elin Braun will mit dem Laden einen nachhaltigen Treffpunkt aufbauen.

Mit dem Umzug ins Zollhaus im Frühling 2021 beginnt für den Chornlade eine neue Ära. Hat er sich seit seiner Gründung vor bald 40 Jahren an einer Strassenecke beim Limmatplatz versteckt, will er mit dem neuen und zentralen Standort auffallen. Und zwar als Laden, in dem man nicht nur sein tägliches Brot einkauft, sondern sich mit jedem Kauf für eine nachhaltige Zukunft einsetzt. Denn der Chornlade sieht sich als wichtiges Bindeglied zwischen Produzent und Konsument, das sich für mehr Informationen und Transparenz bei Lebensmittel einsetzen will. Geplant ist, dass künftig mehrheitlich mit lokalen Produzent*innen zusammen gearbeitet wird und dadurch exklusive und frischen Produkte in den Regalen des Chornlade zu finden sind.

Bevor es so richtig losgehen kann, fehlt es nur noch an einem: Unterstützung. Denn so toll dieser Umzug auch ist, es ist ein sehr grosser Schritt für einen so kleinen Laden. Wenn du also mithelfen möchtest, einen nachhaltigen Treffpunkt aufzubauen, bei dem es übrigens auch feinen Kafi vom ViCAFE gibt und die «schleckere» Glacé der Gelateria die Berna, bist du herzlich dazu eingeladen das Projekt hier zu unterstützen.

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