Die Ärztin und Psychiaterin Maja Hess ist Hauptrednerin der diesjährigen 1. Mai-Veranstaltung in Zürich. Im Interview erzählt sie, warum die Gier nach stetigem Wachstum uns krank macht.
In Zürich treffen immer mehr zerstrittene Eltern ihre Kinder unter Aufsicht. Über die Gründe und wie die zuständigen Stellen mit der steigenden Nachfrage umgehen.
Nach 20 Jahren tritt Christoph Sigrist als Grossmünsterpfarrer zurück. Sigrist galt als unkonventioneller Pfarrer: Er organisierte Raves in der Kirche und predigte an der Streetparade. Wir treffen ihn kurz vor seinem letzten Gottesdienst und sprechen über seinen Glauben, die Kunst des Helfens und die Bedeutung von Gemeinschaft.
Inmitten des Weihnachtstrubels gibt es auch in Zürich eine Welt, die oft übersehen wird. Hier ist Schwester Ariane, die sich um die Vergessenen kümmert. Unterwegs mit einer Nonne, die ihr Leben den Menschen am Rand der Gesellschaft widmet.
Die Wohnungskrise prägt das Leben der etwa 10’000 Sans-Papiers in Zürich besonders stark. Dennoch bleiben sie als Betroffene weitgehend unsichtbar. Über die Wohnerfahrungen einer Sans-Papier und die erschwerten rechtlichen Bedingungen in der Schweiz.
Von Joel Wunderle, Sarah Staubli, Christian Jung, Madleina Dreier |
Die 12-jährige Valeria* ist in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Trotzdem hat sie kein Aufenthaltsrecht, denn ihre Familie lebt irregulär hier – sie sind Sans-Papiers. Ein ganz normales Mädchen über seine Ängste, Notlügen und den Traum von einer Reise in die USA.
Alle zwei Wochen stirbt in der Schweiz eine Person an häuslicher Gewalt. Aktivist:innen aus Zürich haben sich während der Pandemie zusammengetan und bieten seit einem Jahr die Hotline «Telefon gegen Gewalt» an. Anrufen können alle, die Gewalt erfahren.
Nur wenige Sans-Papiers in der Schweiz machen nach der Schule eine Ausbildung. Die SP-Nationalrätin Céline Widmer setzt sich dafür ein, dass sich das ändert. Mit Erfolg: Eine entsprechende Motion ist erst vergangene Woche von der Staatspolitischen Kommission verabschiedet worden. Warum das gerade für junge Menschen ohne geregelten Aufenthaltsstatus wichtig ist, die «Züri City Card» dieses Problem aber nicht lösen kann.
In der Schweiz leben schätzungsweise 100’000 Personen ohne geregelten Aufenthaltsstatus. Ihre rechtliche Lage ist oft sehr unübersichtlich und widersprüchlich. Für Kinder und Jugendliche ist die Situation gar noch prekärer, so Expert:innen.
Alle Zürcher:innen sollen sich künftig mit einem stadtspezifischen Papier ausweisen können – das ist vor allem für Menschen ohne geregelten Aufenthaltsstatus wichtig. Doch bei der Abstimmung über die Zürich City Card geht es nicht nur um Sans-Papiers.
Schikane Nothilfesystem – oder wie ein Zürcher Projekt abgewiesenen Asylsuchenden helfen will
Im Kanton Zürich leben knapp 1000 Menschen mit einem negativen Asylentscheid. Unter sehr prekären Verhältnissen, wie eine aktuelle Untersuchung aus dem Kanton Bern vermuten lässt. Das Projekt «Kombi» des Zürcher Solinetz versucht, diesen Missständen entgegenzuwirken, indem es abgewiesene Asylsuchende mit Freiwilligen zusammenbringt. Weshalb das hochpolitisch ist.
Voller Begeisterung und Mitgefühl helfen die Schweizer:innen den Notleidenden im Ukraine-Krieg. Aber dürfen wir uns deshalb auf die Schulter klopfen? Unser Gastautor Reda El Arbi übt sich in Selbstreflexion.
Als ein Zusammenschluss von Klimastreik, Gewerkschaften, feministischen und sozialen Organisationen will Strike for Future, dass Lohnarbeit künftig verkürzt wird. Das würde nicht nur dem Klima gut tun, sondern auch andere gesellschaftliche Probleme angehen.
Es war nicht der Internationale Frauentag, der unsere Redaktionspraktikantin in den letzten Tagen dazu bewegt hat, mehr als ohnehin schon über die Geschlechterrollen in unserer Gesellschaft nachzudenken, sondern der Krieg in der Ukraine. Mit der Historikerin Carmen Scheide hat sie über die Rollen von Frauen im Krieg gesprochen und darüber, ob die Welt eine bessere wäre, wenn sie von Frauen regiert würde.