Zürcher Theater Spektakel: die 12 Favoriten der Tsüri-Redaktion

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Titelbild: wikimedia/ Roland Fischer / CC-BY-SA-3.0

«Kunst ist manchmal mehr ein Wildnis­ Camp als eine Luxusoper» schrieb der französische Choreograph Boris Charmatz über das Theaterspektakel. Etwa so würden wir auch das diesjährige Programm beschreiben. Wild, manchmal befremdend, meist reizvoll.

Hier eine Liste der Favoriten deines Liebling-Stadtmagazins, sortiert nach Datum:

1. Beim afrikanischen Essensstand «Mama Put» grillierte Kochbananen essen

... und dazu afrikanisches Bier trinken.

2. An der Röhrlibar für 1.- Sirup trinken

Aber bitte ohne Röhrli bestellen! #savetheplanet

3. «Saison Sèche» von Phia Ménard, Jean-Luc Beaujault und Cie. Non Nova (Theater / Performance, 15. - 17.8.)

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Ein Theater, welches das Patriarchat als weissen, leeren Raum mit beweglicher (sprich, sinkender) Decke darstellt, können wir nicht unbeachtet lassen. Ausserdem scheint es so abgefahren zu sein, dass wir nicht wissen, ob wir es faszinierend finden oder uns davor fürchten sollen.

4. Social Muscle Club (17.8.)

Wo und wann genau der Social Muscle Club stattfinden soll, ist noch unbekannt. Bekannt ist aber, dass dies so eine Art Party ist, an der man gefüttert wird, neue Menschen trifft, sich etwas wünschen darf und einen Wunsch erfüllen muss.

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Die Performance der schottischen Künstlerin beginnt in einer penibel aufgeräumten, klinisch sauberen Küche und endet im Chaos – womit sie den feinen Grat zwischen Perfektionismus und Zwangsstörung thematisiert.

6. «Your unlikely Friend» von Thea Reifler und Philipp Bergmann (Performance, 22. - 31.8.)

Dass ein Grossteil unseres digitalen Lebens von Algorithmen gesteuert und kontrolliert wird, wissen wir. Diese 1:1-Performance macht das Gegenteil: Man trifft einen (analogen) menschlichen Algorithmus, den man vermutlich nicht mag und nicht zu einem passt.

7. Queen Zomia von Royce Ng (multimediale Performance, 24. - 26.8.)

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Royce Ng’s Performance handelt von der japanischen Drogenbaronin und Warlord Olive Yang, die während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts den Opiumhandel ganz Südostasiens kontrollierte. So geheimnisvoll-grausam diese Frau war, so vielschichtig und psychedelisch anmutend erwarten wir auch die Vorstellung.

8. Vortrag von Saskia Sassen (25.8.)

Die amerikanische Soziologin und Wirtschaftswissenschaftlerin gilt als eine der wichtigsten Denkerinnen unserer Zeit und beschäftigt sich neben der Bedeutung von Migration für die moderne Gesellschaft, der Globalisierung und Städten auch mit den Themen Banking und Finance. In ihrem Vortrag in Zürich erläutert sie unter anderem deren Einfluss auf Immobilienspekulation – aka Gentrifizierung.

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Die Not der Geflüchteten, dargestellt von palästinensischen Performer*innen, die durch die Luft springen, sich von Trapezen fallen lassen und aus Koffern kriechen geht uns viel mehr unter die Haut als die im Kreis trabenden Schimmel des Zirkus Knie.

10. CocoRosie (Konzert, 28.8.)

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Die beiden Schwestern Bianca und Sierra Casady sind mit ihrem Mix aus Rauheit, sphärischen Elektroharfen-Klängen und schaurigen Texten für die Tsüri-Redaktion wohl das Highlight des Theaterspektakels. See you there!

11. «Étrangler le temps & Boléro 2» von Boris Charmatz (Tanzperformance, 1.9.)

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Boris Charmatz Tanzperformance zu Maurice Ravels Werk Boléro ist so langsam, grazil, spannungsgeladen und erotisch wie die Musik selbst. Ein Tanz, den man gerne zeichnen können möchte.

12. Einfach rumschlendern und abhängen

...die Atmosphäre geniessen und den vielen Künstler*innen zuschauen, welche auf der Landiwiese kleinere Darbietungen und Improvisationen zeigen.

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